Fachpflege für Wachkoma & Beatmung

Sonderpflegebereich des Hauses „Am Grünen Tal“ für Bewohner mit schwersten Schädel-Hirnverletzungen und zentralen Nervenschädigungen (ZNS).

Die Einrichtung

Im Haus „Am Grünen Tal“ befinden sich zwei separate Einrichtungen unter einem Dach: der Bereich der stationären Altenpflege und der Sonderpflegebereich für Bewohner mit schwersten Schädel-Hirnverletzungen sowie zentralen Nervenschädigungen. Diese Fachpflege für Wachkoma und Beatmung ist im Erdgeschoss untergebracht und bietet 27 Bewohnern in sieben Einzel- und zehn Zweibettzimmern Raum.

Unsere qualifizierten Mitarbeiter und die spezifische Ausstattung der Einrichtung verbunden mit dem Pflege- und Betreuungskonzept helfen den Bewohnern, sich im Haus „Am Grünen Tal“ schnell wohlzufühlen.

Betreuter Personenkreis

In unserer Einrichtung werden Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Erkrankungen betreut. Zum einen handelt es sich dabei vor allem um Pflegebedürftige mit erworbenen Hirnschädigungen im so genannten Wachkoma, die sich in der Phase des Wiedererwachens befinden. Zum anderen betreuen wir Menschen, die auf Beatmung angewiesen sind.

 Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Krankheitsbilder:

  • Schädel-Hirn-Trauma (häufig Menschen jüngeren Alters, Zustand nach Verkehrsunfall),
  • cerebrale Durchblutungsstörungen (Schlaganfall o. ä.),
  • Hirnblutungen, Coma Vigile,
  • Sauerstoffmangelschäden (nach Herz-Kreislaufversagen und Reanimation),
  • Kopf-/Halskarzinome mit Bedrohung der Aufrechthaltung der Atemfunktion,
  • beatmungspflichtige Bewohner,
  • chronische obstruktive Lungenerkrankungen (COPD).

Diese Pflegebedürftigen befinden sich in der Rehabilitationsphase F, in der dauerhafte, unterstützende, rehabilitative, fördernde, betreuende Maßnahmen erforderlich sind.

Pflege und Betreuung

Bei unseren Leistungen handelt es sich um Grundpflege auf Basis der basalen Stimulation und Aktivierung, um medizinische Behandlungspflege und um soziale Betreuung.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Überwachung dauer- oder zeitweise beatmeter Menschen,
  • die Tracheostoma-Versorgung,
  • die enterale Ernährung,
  • der Umgang mit Portsystemen,
  • der Umgang mit multiresistenten Erregern,
  • die Intensivpflege.

Ziel unseres pflegerischen Handelns ist vorhandene physische, psychische und soziale Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern. Die Arbeit mit und am Menschen erfolgt im Rahmen eines Beziehungsprozesses, deshalb haben wir die Pflege als Bezugspflege organisiert. Durch die enge Zusammenarbeit mit zwei Fachärzten aus dem Umfeld ist die ärztliche Versorgung der Bewohner sicher gestellt. Dabei besteht weiterhin das Recht der Bewohner zur freien Wahl des Hausarztes.

Die professionelle Pflege wird durch interne und externe Therapeuten ergänzt, zum Beispiel auf den Gebieten Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Musiktherapie und tiergestützter Therapie.

Finanzierung

Bei Bewohnern mit hohem Interventionsbedarf beteiligen sich die Krankenkassen zu einem großen Teil an den Kosten, so dass nur noch Unterkunft und Verpflegung zu zahlen ist. Sprechen Sie uns an!

 

Ansprechpartnerin:

Pflegedienstleitung: Jane Witt
Tel.: (0385) 39 57 446
Fax: (0385) 39 57 466
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Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft "Phase F"